Shuai Chiao

Shuai Chiao

Shuai Chiao (Shuai Jiao) ist die älteste Kampfkunst Chinas und kann mindestens 2000 Jahre zurück datiert werden. In der Qin-Dynastie 221 bis 206 v. Chr. wurde Shuai Chiao, damals Chiao Ti genannt, fester Bestandteil des Trainings der Armee und ist es bis heute geblieben. Der heutige Name Shuai Chiao wurde erst 1928 durch das Zentrale Kuo Shu Institut in Nanjing standardisiert. Shuai Chiao hat die höchste Entwicklungsstufe zwischen der Ming- und der Qing-Dynastie erreicht, als es noch Kuai Chiao genannt wurde, was gleichbedeutend mit der im angelsächsischen Raum noch heute üblichen Bezeichnung Fast Wrestling ist. Durch die Geschichte begründet, finden sich Elemente des Shuai Chiaos in praktisch allen bekannten Kung Fu-Stilen.


Wandbild 'Chiao Ti' aus der Han Dynastie

Die Techniken des Shuai Chiao werden alle so durchgeführt, dass der Gegner geworfen wird, ohne dass der Werfende mit zu Boden geht. Im Wettkampf ist der Angriff beendet, sobald einer der Kämpfer den Boden mit der Hand, dem Knie oder dem Körper berührt. Begründet wird dies durch die historische Bedeutung des Shuai Chiaos auf dem Schlachtfeld, wo ein Zubodengehen meist gleichbedeutend mit dem Tod war. Im heutigen Shuai Chiao tragen die Kämpfer eine Jacke, die gegriffen werden darf. Meist wird der Wurf mit einem Griff zum Arm und einem Griff zur Jacke angesetzt. Nichtsdestotrotz können alle Shuai Chiao-Techniken auch ohne Griff zur Jacke durchgeführt zu werden. Durch das Shuai Chiao-Training erlangt man einen sehr festen Stand und erlernt intuitiv die Kraft des Gegners umzulenken. Diese Fertigkeiten sind auch für das moderne Sanda oder das traditionelle Lei Tai von Bedeutung, wo viele Shuai Chiao-Techniken wiederzufinden sind.

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